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Reibungsprüfgerät Typ RPG (2)
 
Messverfahren

Auf dem Mess-Schlitten wird das untere Probenstück oder, bei Prüfung gegen Metall, die entsprechende Metallfläche befestigt. Eine Klammer, die über eine Feder mit einer Kraftmesseinrichtung verbunden ist, nimmt das zweite obere Probenstück auf. Ein Metallzylinder, dessen Eigen-schaften durch die verwendete Prüfnorm vorgegeben sind, erzeugt die erforderliche Flächenpressung in der Reibpaarung.

Während des Messvorgangs bewegt sich der Mess-Schlitten mit defi-nierter Geschwindigkeit gegen den Widerstand der Reibpaarung. Die in zwei Varianten erhältliche Kraftmesseinrichtung registriert die Größe der erzeugten Reibungskraft.

Die Standardausführung des Gerätes enthält eine dämpfungs- und trägheitsarme Hebelfederwaage mit Schleppzeiger, der den Maximalwert der Reibkraft (Haftreibungskraft am Beginn des Messvorgangs) anzeigt. Die kleine Gleitreibungskraft muss während der Messung abgelesen werden. Die elektronische Version ist mit einer Kraftmessdose, Ver-stärker, A/D-Karte und Software versehen.

Die Reibungszahl µist das Verhältnis von Reibungskraft und Normalkraft (Andruckkraft).
Zur Vermeidung von ständig wiederkehrenden Dezimalzahlen sollte der Reibungswert nach DIN 53 375 wie folgt dargestellt werden:
µN = 100 x Fr/Fa.

Das Reibungsverhalten von Folien ist ein Gemisch aus Gleit- und Haftreibung. Die Reibkraft schwingt um den Wert der Gleitreibung und erreicht immer wieder ihren Höchstwert, die Haftreibungskraft. Die Be-sonderheit des beschriebenen Prüfgerätes ist die genaue Wiedergabe des zeitlichen Verlaufes der Reibkraft, was bei anderen Verfahren zur Reibungsprüfung nicht möglich ist.
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